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Literaturhaus München

Der Wind

Ich träume, mit ihm zu ziehen.
Er jagt die Wolken, begleitet sie auf ihrem
langen Weg über den Vergissmeinnichthimmel.
Heute ist der Wind leise, aber dennoch eiskalt.
Morgen pfeift er und heult, lässt die Finger
Eines kahlen Baumes erzittern,
der sich nach dem Frühling sehnt.
Er trägt alle Vögel – der Wind.

Lilith Kappelmann (13 Jahre)

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