Projekte     Poesie in die Stadt! 2005  
 

>> Preis der Literaturhäuser
>> Poesie in die Stadt!
>> >> 2005
>> Archiv

 

GEBET

Oh Kahn geh nicht unter!
Oh Ballack bleib rund!
Kuranyi! Sei munter!
Oh Klose bleib gsund!

Oh Becken werd Bauer!
Oh Klins sei ein Mann!
Seid lustig nicht sauer
und tut was ihr kann!

Urs Widmer


Urs Widmer wurde 1938 in Basel geboren. Sein Vater war der Gymnasiallehrer, Literaturkritiker und Übersetzer Walter Widmer, der seinem Sohn die „Liebe zu den Wörtern ohne Niveau, den sogenannten unanständigen Wörtern“, weitervererbt hat. Urs Widmers Deutschlehrer im Realgymnasium war der Schriftsteller Rudolf Graber. Heinrich Böll war gern und oft gesehener Gast im Hause Widmer. Urs Widmer studierte an der Universität Basel, in Montpellier und Paris Germanistik, Romanistik und Geschichte; er promovierte mit einer Arbeit über die deutsche Nachkriegsprosa. Danach war Widmer als Verlagslektor tätig sowie als Literaturkritiker und -dozent. 1967 wechselte er als Lektor zum Suhrkamp Verlag. 1968 gründete er mit anderen Lektoren den „Verlag der Autoren“. Kurz nach der Gründung schrieb er seinen Debütroman „Alois“. Widmer verfasste skurrile Erzählungen und Hörspiele sowie parodistische, zwischen Realität und Phantasie angesiedelte Theaterstücke. Dafür erhielt er u.a. den Mülheimer Dramatikerpreis (1997) sowie den 3Sat-Innovationspreis. In der Kritiker-Umfrage der Zeitschrift „Theater heute“ wurde Urs Widmer 1997 zum Dramatiker des Jahres gewählt.

Veröffentlichungen u.a.: Der Geliebte der Mutter. Roman. Zürich (Diogenes Verlag) 2000; Das Geld, die Arbeit, die Angst, das Glück. Zürich (Diogenes Verlag) 2002; Top Dogs. Frankfurt a.M. (Verlag der Autoren) 2004; Das Buch des Vaters. Roman. Zürich (Diogenes Verlag) 2004

 
           
       
literaturhaus.net I impressum & kontakt