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MELANCHOLISCHE ZUSAMMENFASSUNG DER LEBENSERFAHRUNGEN EINES ALTFUSSBALLERS (55)
Das nächste Spiel ist immer das schwerste: oh, nein,
das schwerste ist, wenn es kein Spiel gibt. Es gibt kein Spiel,
und es dauert doch 90 Minuten.
Es gibt keinen Ball, der ist aber rund.
Kein Platz mehr, trotzdem liegt die Wahrheit dort.
Ja, so sieht das aus.
Und nach dem Spiel ist nach dem Spiel.
Péter Esterházy
Péter Esterházy wurde 1950 in Budapest in eine Familie geboren, die zu den ältesten der ungarischen Aristokratie gehört. 1951 wurde die Familie von den Kommunisten enteignet und als Volksfeind in ein abgelegenes Dorf verbannt. 1957 durfte sie wieder nach Budapest zurückkehren. 1969-1974 studierte Esterázy Mathematik an der Naturwissen-schaftlichen Fakultät der Universität Budapest, 1974-1978 arbeitete er an einem Institut für Datenverarbeitung. Seit 1978 lebt Péter Esterházy als freiberuflicher Schriftsteller. Er ist u.a. Mitglied in der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und lebt mit seiner Familie in Budapest. Sein im Jahr 2000 erschienener Roman „Harmonia Caelestis“ über die Geschichte der Familie Esterházy wurde als sein Opus magnum gefeiert. Péter Esterházy erhielt zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen, darunter den Vilencia-Preis für Mitteleuropäische Literatur (1988) und den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur (1999). Für „Harmonia Caelestis“ erhielt er u.a. den Ungarischen Literaturpreis, den Sándor-Márai-Preis und den Herder-Preis. Am 10. Oktober 2004 erhielt Péter Esterházy den Friedenspreis des deutschen Buchhandels.
Veröffentlichungen u.a.: Harmonia Caelestis. Roman. Berlin (Berlin Verlag) 2001; Verbesserte Ausgabe. Berlin (Berlin Verlag) 2003; Franciskó und Pinta. Geschichten auf ein Stück Schnur gefädelt. Berlin (Berlin Verlag) 2002 und als Hörbuch (Hörbuch Hamburg) 2004; Eine Frau. 4 CDs. Hamburg (Hörbuch Hamburg) 2004; Die Hilfsverben des Herzens. Roman. Frankfurt (Suhrkamp Verlag) 2004.
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