Projekte     "Poesie in die Stadt!" 2004: Die Autoren  
 

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Zehra Çırak

Zehra Çırak wurde 1960 in Istanbul, Türkei, geboren. 1963 siedelte sie nach Deutschland über und wuchs in Karlsruhe auf. Sie lebt seit 1982 in Berlin. Zehra Çırak tritt regelmäßig mit ihrem Mann, dem Objektkünstler Jürgen Walter, mit Lyrik-Performances in Deutschland und im europäischen Ausland auf. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien: 1987 und 1992 ein Arbeitsstipendium vom Berliner Senat für Kultur, 1989 den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis, 1993 den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis, 1998 das Förderstipendium der Käthe-Dorsch-Stiftung Berlin, 1999/2000 ein Arbeitsstipendium der Robert Bosch Stiftung und 2001 den Adelbert-von-Chamisso-Preis.

Veröffentlichungen u.a.: „Fremde Flügel auf eigener Schulter“. Kiepenheuer & Witsch 1994, „Leibesübungen“. Kiepenheuer & Witsch 2000.


László Csiba

László Csiba wurde 1949 in Mosonmagyaróvár, Ungarn, geboren. 1966 unternahm er erste lyrische Versuche. 1968 siedelte er in die damalige DDR über. Von 1978 bis 1979 übersetzte er ungarische Prosawerke und Gedichte. Zwischen 1981 und 1986 arbeitete er an Miniaturen, Kurzgeschich-ten und Gedichten in deutscher Sprache. In den Jahren 1978 bis 91 studierte er am Literaturinstitut Leipzig. Seit 1992 erhielt er diverse Stipendien, unter anderem vom Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, dem Künstlerhaus Wiepersdorf, der „Art Stiftung Plaas“, Lindau am Bodensee, dem Kuratorium der Stiftung Kulturfonds, Berlin. Zusätzlich hielt er Rundfunklesungen beim WDR, Köln, und MDR, Leipzig, veröffentlichte Lyrik und Essays in Zeitschriften (Am Erker, Neue Sirene, Blätter für Literatur Sachsen-Anhalt) und Anthologien. 1995 erhielt László Csiba den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis, 2000 ein Arbeitsstipendium der Robert Bosch Stiftung für das Hörspiel „Ich töte Mozart nicht“.

Veröffentlichungen u.a.: „Durch das Flugloch der Bleistiftspitze“. Gedichte. Edition Klaus Isele 1998, „Das Komma in der Milch“. Hallesche Autorenhefte 8, 2001, „Das Lachen der Fische“. Gedichte. Verlag Stekovics 2003.


Adel Karasholi

Adel Karasholi wurde 1936 in Damaskus, Syrien, geboren. Als jüngstes Mitglied des arabischen Schriftstellerverbandes mußte er nach dessen Verbot 1959 Syrien verlassen. Er kam über Beirut, München und West-Berlin 1961 nach Leipzig, wo er seitdem lebt. Er studierte am dortigen Literaturinstitut und promovierte 1970 über das Theater Brechts. Von 1968 bis 1993 war er Lektor an der Universität Leipzig. Seither lebt er als freier Schriftsteller. 1985 erhielt er den Kunstpreis der Stadt Leipzig und 1992 den Adelbert-von-Chamisso-Preis.

Veröffentlichungen u.a.: „Also sprach Abdulla“. A1 Verlag 1995, „Wenn Damaskus nicht wäre“. A1 Verlag 1999.


José F.A. Oliver

José F.A. Oliver wurde 1961 in Hausach im Schwarzwald als Sohn andalusischer Eltern geboren; er lebt dort als freier Schriftsteller. Für seine dichterischen Arbeiten erhielt er unter anderem 1989 das Literaturstipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg, 1994 das Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats im Literarischen Colloqium Berlin, 1996/97 das Stipendium der Kurt-Tucholsky-Stiftung Hamburg. 1997 ist er mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis ausgezeichnet worden. 2001 war er

Stadtschreiber in Dresden. 2002 Gastprofessor und „writer-in-residence“ am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge USA sowie 2004 Stadtschreiber in Kairo/Ägypten.

Veröffentlichungen u.a.: „fernlautmetz“. CD. FenderTon 1999, „fernlautmetz“. Lyrik. edition suhrkamp 2000, „nachtrandspuren“. Lyrik. edition suhrkamp 2002, nachtrandspuren. CD. FenderTon 2003, finnischer wintervorrat. Lyrik. edition suhrkamp 2004/5.


Zafer Şenocak

Zafer Şenocak wurde 1961 in Ankara, Türkei, geboren, 1970 kam er nach Deutschland. Er studierte in München Germanistik, Politik und Philosophie. Seit 1979 veröffentlichte er Gedichte, Essays und Erzählungen in deutscher Sprache, seit Mitte der 80er Jahre übersetzt er türkische Autoren. Er lebt seit 1990 in Berlin, arbeitet für verschiedene Zeitungen und Radiosender zum Themenbereich Orient-Okzident und zur türkischen Kultur. Er erhielt zahlreiche Stipendien und 1988 den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis.

Veröffentlichungen u.a.: „War Hitler ein Araber?“. Gva & Frieden 1994, „Fernwehanstalten“. Gedichte. Babel Verlag 1994, „Der Mann im Unterhemd“. Babel Verlag 1995, „Die Prärie“. Rotbuch Verlag 1997, „Gefährliche Verwandtschaft“. Babel Verlag 1998, „Zungenentfernung“. Babel Verlag 2001. „Zafer Şenocak“. In: Contemporary German Writers. University of Wales Press. Cardiff, 2003.


Yoko Tawada

Yoko Tawada wurde 1960 in Tokyo, Japan, geboren. Seit 1982 lebt sie in Hamburg, wo sie Literaturwissenschaft studierte und auf japanisch und deutsch zu schreiben begann. Seit 1986 veröffentlichte sie in Deutschland und Japan. Sie war 1997 als Stipendiatin der Villa Aurora in Los Angeles und 1999 als Max Kade Distinguished Visitor am Massachusetts Institute of Technology sowie 1998 und 2002 Poetik-Dozentin in Tübingen. Sie erhielt Stipendien der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Literaturfonds sowie mehrere Preise in Japan und Deutschland, unter anderen 1991 den Gunzo-shinjin-Bungaku-Sho, 1993 den Akuta-gawa-Sho, 1994 den Förderpreis des Lessing-Preises der Freien Hansestadt Hamburg und 1996 den Adelbert-von-Chamisso-Preis.

Veröffentlichungen u.a.: „Talisman“. Konkursbuch Verlag 1996, „Wie der Wind im Ei“. Konkursbuch Verlag 1997, „Orpheus oder Izanagi“. Konkursbuch-Verlag 1998, „Verwandlungen“. Konkursbuch Verlag 1998, „Opium für Ovid“.

Konkursbuch Verlag 2000, „Spielzeug und Sprachmagie in der europäischen Literatur“. Konkursbuch Verlag 2000, „Überseezungen“. Konkursbuch Verlag 2002, „Diagonal“. CD mit Aki Takase. Konkursbuch Verlag 2002, „Aber die Mandarinen müssen heute abend noch geraubt werden“. Konkursbuch Verlag 2003, „Das nackte Auge“. Konkursbuch Verlag 2004.


Galsan Tschinag

Galsan Tschinag, eigentlich Irgit Schynykbaj-Oglu Dshuruk-Uwaa, wuchs Anfang der 40er Jahre im Altai-Gebirge in der Westmongolei auf. Seine Nomadenfamilie gehört zum turksprachigen Volksstamm der Tuwa. 1961 kam er nach Leipzig, lernte Deutsch, studierte Germanistik und schreibt seit dieser Zeit auf deutsch. Nach seiner Rückkehr in die Mongolei unterrichtete er Deutsch an der Staatsuniversität, bekam 1976 aus politischen Gründen Berufsverbot und arbeitete bis 1987 für die Gewerkschaftszeitung „Hödölmör“. Er übersetzte deutsche Literatur ins Mongolische. Seine Erstlingserzählung „Eine tuwinische Geschichte“ wurde verfilmt. 1992 erhielt er den Adelbert-von-Chamisso-Preis, 1995 den Puchheimer-Leserpreis, den Mongolischen Orden des Roten Arbeiterbanners und im Dezember 2002 das Bundesverdienstkreuz.

Veröffentlichungen u.a.: „Eine tuwinische Geschichte und neue Erzählungen“. A1 Verlag 1995, 1997, „Wolkenhunde“. Verlag im Waldgut 1998, „Zwanzig und

ein Tag“. Suhrkamp 1998, „Sonnenrote Orakelsteine“. Verlag im Waldgut 1999, „Alle Pfade um deine Jurte“. Verlag im Waldgut 2000, „Dojnaa“. A1

Verlag 2001, „Das Ende des Liedes“. Unionsverlag 2001, „Die graue Erde“. Suhrkamp 2001, „Der Steinmensch zu Ak-Hem“. Verlag im Waldgut 2002, „Der Wolf und die Hündin“. Unionsverlag 2002, „Der weiße Berg“. Suhrkamp 2002, „Der blaue Himmel“. Suhrkamp 2003, „Die Karawane“. Unionsverlag 2003, „Das geraubte Kind“. Insel Verlag 2004, „Tau und Gras“. Unionsverlag 2004, „Verteidigung des Steins gegenüber dem Beton“. Verlag im Waldgut 2004.


Aglaja Veteranyi

Aglaja Veteranyi wurde 1962 in Bukarest, Rumänien, geboren. Als Kind einer Zirkusfamilie bereiste sie mit dem Zirkus Europa, Afrika und Südamerika und trat in Varietés auf. Sie absolvierte eine Schauspielausbildung an der Schauspiel-Gemeinschaft Zürich (SGZ) und arbeitete seit 1982 als freie Schauspielerin und Autorin. Von 1985 an gab sie Unterricht an der SGZ in Improvisation und Rollenstudium, von 1988 an leitete sie die SZG zusammen mit Christian Seiler. 1993 gründete sie die literarische Experimentiergruppe „Die Wortpumpe“ mit René Oberholzer, 1996 die Theatergruppe „Die Engelmaschine“ mit Jens Nielsen. Sie veröffentlichte regelmäßig Prosa und Lyrik in Anthologien, Literaturzeitschriften und Zeitungen. Sie gastierte mit literarischen und Theater-Projekten im In- und Ausland. Der Roman „Warum das Kind in der Polenta kocht“ wurde 2001 ins Rumänische, Spanische und Französische übersetzt, die Uraufführung des Textes fand 2001 in Zürich am Theater Neumarkt statt. Sie erhielt zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen, unter anderen 1999 ein Werkjahr der Stadt Zürich, 2000 den Förderpreis „Kunstpreis Berlin 2000“ und den Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis. Aglaja Veteranyi starb am 2. Februar 2002 in Zürich.

Veröffentlichungen u.a.: „Warum das Kind in der Polenta kocht“. DVA 1999, „Geschenk – Ein Totentanz“. Antiquariat & edition peter petrej 1999, „Das Regal der letzten Atemzüge“. DVA 2002, Vom geträumten Meer, den gemieteten Socken und Frau Butter. DVA Herbst 2004.

 
           
       
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