Veranstaltungstipps     Kafkas Welt. Sein Leben in Bildern  
 
Veranstaltungsreihe Wirtschaft
07.07.2008 Stuttgart
Lesung mit Clemens Meyer
08.07.2008 München
Annemarie Schwarzenbach – Ausstellung
09.07.2008 Berlin
fluchtpunkt marseille
09.07.2008 Hamburg
SOMMERFEST
11.07.2008 Leipzig

 

 

 

Eine Ausstellung des Literaturhauses München mit Unterstützung des Rowohlt Verlages und des S. Fischer Verlages. 8.5. bis 3.8. 2008

Wer war Franz Kafka? Die Literatur über Kafka füllt Bibliotheken und befördert doch meist das gleiche Bild: ein dunkeläugiger, schmaler junger Mann und dahinter eben jenes ungeheure Werk und die sich aufdrängende Vermutung, dass jemand, der den »Prozeß«, das »Schloß« und die »Verwandlung« geschrieben hat, ein zutiefst verzweifelter Mensch gewesen sein muss. Aber stimmt das? Hat Kafka immer nur über sich selbst geschrieben?
Der Kafka-Forscher und Literaturprofessor Hartmut Binder hat über Jahrzehnte Fotos gesammelt und lässt daraus ein realistisches Bild von Kafkas Leben entstehen. Die Fotos zeigen einen dem Leben zugewandten Menschen: Franz Kafka wurde in Prag geboren, hatte Familie und Freunde, machte zahlreiche Reisen, liebte das Kino wie das Bier, saß in Kaffeehäusern und schwamm im Sommer in der Moldau. Max Brod, Kafkas Freund und Mentor, erzählt in einem jetzt wieder aufgetauchten Fernsehinterview (1967, 24 min.) von nächtlichen Spazier gängen und wilden Zusammenkünften. Alice Herz-Sommer, die letzte heute noch lebende Freundin Kafkas, berichtete 2007 von seinen schönen braunen Augen und davon, dass er immer »von den schönsten Frauen umgeben« gewesen sei. Mit diesen filmischen Fundstücken, einer Filmcollage des heutigen Prag auf Kafkas Spuren und einer überwältigenden Auswahl nie gesehener Schwarzweißfotos zeigen wir »Kafkas Welt«.

Armin Kratzert hat die von Hartmut Binder mit detektivischem Spürsinn gesammelten Bilder zusammen mit unodue{ in Szene gesetzt. Ein Audioguide liefert die umfassenden Kommentare zu den ca. 150 Bildern.
Weitere Informationen

Franz Kafka auf dem Altstädter Ringplatz, Prag © Deutsches Literaturarchiv, Marbach/N.

 

2158. Die letzten Tage von München

Ein Kollektivroman von Bernhard Keller, Thomas Lang und Kerstin Specht - begleitet von Thomas Palzer. Ein Projekt des Literaturhauses München anlässlich des 850. Geburtstages der Stadt München. In Zusammenarbeit mit dem Kulturreferat der Landeshauptstadt München.

Im Jahr 2158, am 1.000 Jahrestag, herrscht in München das Matriarchat. Die weise Udine lenkt die Geschicke der Stadt. Große Sorgen plagen sie. Ein unsichtbares Dach, das die Insel der Glückseligen überspannt, droht zu zerfallen. Zur Rettung schickt sie zwei Boten aus, die den lebensnotwendigen Stoff aus der Vergangenheit besorgen sollen. Beide landen im Jahr 2008 in München.
Ein ungeahnter Wettlauf um die Rettung der Stadt beginnt, bei dem die Orte und Ereignisse der 850. Geburtstages unmittelbar Literatur werden.

Diesen Roman werden Sie unter www.literaturhaus-muenchen.de/2158 in 24 Folgen im Juni und Juli 2008 jeweils am Montag, Mittwoch und Freitag lesen können.

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 850. Geburtstag der Stadt München haben sich Bernhard Keller und Thomas Lang, die sich aus einem textwerk-Seminar im Literaturhaus kennen, mit Kerstin Specht zusammengetan, um der bayerischen Metropole mit einem ironischen Augenzwinkern und im lustvollen Spiel mit dem Kolportageroman ein ganz eigenes, literarisches Geburtstagsgeschenk zu machen.

 

Literatur auf ARTE Juli 2008

ARTE - Der Medienpartner des literaturhaeuser.net - präsentiert:

Donnerstag, 3. Juli, 0.45 Uhr
Durch die Nacht mit... James Ellroy und Bruce Wagner (Magazin, ARTE/ZDF 2008)
Zwei Schwergewichte der Autorenszene von Los Angeles nehmen den Zuschauer mit auf einen Streifzug durch ihre Vergangenheit in der "Stadt der Engel"

Dienstag, 8. Juli, 14.55 Uhr
Der Idiot (F 1945)
Eindrückliches Sittenbild der russischen Gesellschaft im 19. Jahrhundert nach Dostojewskis Romanvorlage

Dienstag, 8. Juli, 21 Uhr
Love Story (USA 1970)
Liebesfilm-Klassiker nach dem gleichnamigen Bestseller von Erich Segal

Sonntag, 20. Juli, 18.15 Uhr
Peter Härtling, Schriftsteller (Dokumentation, ARTE/SWR 2007)
Anhand von Archivmaterial und privaten Fotos erzählt Peter Härtling im Film seine Lebensgeschichte selbst

Montag, 21. Juli, 23.15 Uhr (1. Teil)
Montag, 28. Juli , 23.55 Uhr (2. Teil)
Der Graf von Monte Christo (Stummfilm, F 1928)
Aufwändige, zweiteilige Verfilmung des Romans von Alexandre Dumas als Stummfilm

Freitag, 25. Juli, 22.25 Uhr
Marcel Proust: Ein Schriftstellerleben (Dokumentarfilm, ARTE France 1992)
Porträt des französischen Schriftstellers und Intellektuellen, der mit "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" einen der wichtigsten Romane des 20. Jahrhunderts schrieb

Sonntag, 27. Juli, 20.45 Uhr
Balzac und die kleine chinesische Schneiderin (F 2002)
Eine mit Ironie auf die politischen Verhältnisse in China gespickte, poetische Liebesgeschichte, nach dem gleichnamigen Erfolgsroman, verfilmt vom Romanautor Dai Sijie selbst

Mehr zu Literatur unter ARTE

 
 
           
       
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