Veranstaltungstipps     Yakin Bakis – Einblicke  
 
Ö1-Literarisches Trio
14.05.2008 Salzburg
Die Lesbar im jungen literaturhaus Köln
15.05.2008 Köln
Ausstellungseröffnung »Tripp & Tripp«
16.05.2008 Berlin
Robert Gernhardt und die Bilder
16.05.2008 Frankfurt
SÄCHSISCHER LITERATURFRÜHLING
16.05.2008 Leipzig
der lange lyrik-abend
20.05.2008 Hamburg
FREMDWORT I
26.05.2008 Stuttgart
Lesung mit Feridun Zaimoglu
27.05.2008 München

 

 

 

Zum dritten Mal organisieren literaturhaeuser.net und das Goethe-Institut gemeinsam mit dem Medienpartner ARTE ein Stadtschreiberprojekt.

Yakin Bakis – Einblicke: unter diesem Motto wird auch in diesem Jahr wieder ein bilaterales Literaturprojekt veranstaltet. Im Blickfeld befindet sich diesmal die Türkei, die 2008 Ehrengast der Frankfurter Buchmesse sein wird. Acht deutschsprachige und acht türkische Schriftsteller werden von März bis Oktober für jeweils vier Wochen als Stadtschreiber in die Gesellschaft des türkischen bzw. deutschen Gastlandes eintauchen. In Internet-Tagebüchern und in deutschsprachigen und türkischen Tageszeitungen werden die entsendeten Autoren über ihre Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen schreiben.
Bereits 2004 fand das deutsch-arabische Stadtschreiber-Projekt Midad statt, 2006 das deutsch-indische Stadtschreiber-Projekt AKSHAR.

Auf der Leipziger Buchmesse wurde das deutsch-türkische Stadtschreiberprojekt 2008 auf dem ARTE Stand vorgestellt.
Videostream zur Veranstaltung am 16.3. auf www.arte.tv.

Zur Yakin Bakis-Website

Pressemitteilung als pdf

Pressemitteilung türkisch als pdf

 

FREMDWORT I – III

TÂ’ROF – KOB - TUNG: Sudabeh Mohafez, Jagoda Marinić, Beqë Cufaj
Veranstaltungsreihe vom 26. bis 29. Juni im Literaturhaus Stuttgart


Für diese Veranstaltungsreihe übersetzen drei Stuttgarter Autoren ein – an sich unübersetzbares – Wort ihrer Mutter- bzw. Vatersprache ins Deutsche.
Den Anfang macht Sudabeh Mohafez, die in ihrem Essay das iranische Tâ’rof unter die Lupe nimmt: »Ist Höflichkeit verlogen? Das Wort Tâ’rof bezeichnet gewissermaßen den iranischen Höflichkeitsknigge in bestimmten Bereichen des menschlichen Miteinanders. Dieser, wenn man so will, orientalische Knigge verfügt über einiges an Provokations- und Verwirrungspotential – zumindest sobald er auf den deutschen Knigge stößt und zwar vornehmlich auf den zeitgenössischen und ungeschriebenen deutschen Knigge. Mit meinem Essay wage ich einen Versuch über höfliche Umgangsweisen im Iran und die vielen Möglichkeiten für Deutsche, sie vollkommen fehlzudeuten. Ein hundertprozentig autobiographischer Bericht … « (S.M.)
Jagoda Marinić setzt sich in ihrem Essay mit dem kroatischen Wort kob auseinander: »Haben Sie ‚gutes’ oder ‚böses Glück’ im Leben? Gibt die Antwort darauf das deutsche Wort ‚Schicksal’? Wenn ja, weshalb, sagen die Kroaten zu Schicksal dann sudbina? Was tun Kroaten mit dem Wort kob, wofür steht es und was müsste geschehen, um es zu verwenden? Anhand des kroatischen Wortes kob gelangt man spielend leicht zum polnischen Wort für Frau, womit sich die Frage aufdrängt, ob das Weibliche über unser ‚gutes und böses Glück’ entscheidet? Was hat dieses Wort mit einem ziehenden Schwarm Vögel zu tun und wieso endet die Beschreibung von "kob" letztlich in englischer happiness?« (J.M.)
Zum Abschluss nimmt Beqë Cufaj sich in seinem Essay das Wort Tung vor: »Wann das Wort geboren wurde, weiß man nicht. Wie, das weiß auch keiner. Es ist ein Rätsel, über das sich heute noch keiner so richtig Gedanken macht – obwohl es eines der meist gesprochenen Wörter ist. Vor allem von Jugendlichen und in der Zwischenzeit auch bei mittleren und sogar älteren Kosovaren, aber auch Albanern aus Albanien, Mazedonien, Montenegro und in der Diaspora. – Eine, vielleicht, imaginäre Geschichte des Wortes Tung.« (B.C.)

 

Kippfiguren. Robert Gernhardts Brunnen-Hefte

Ausstellung des Deutschen Literaturarchivs Marbach im Literaturhaus Frankfurt vom 4.4. bis 1.6.2008

„Dieses Gedicht geht auf ein Erlebnis zurück, das ich mir selbst ausgedacht habe." Über 28 Jahre lang, vom Sommer 1978 bis zum 21. Juni 2006 – neun Tage vor seinem Krebstod –, notierte der Schriftsteller Robert Gernhardt seine Gedanken, Einfälle und Erlebnisse in 675 Schulhefte der Marke „Brunnen“. Auf Tausenden von DIN A 5-Seiten finden sich Wortreime und Wortspiele, Wortgemälde, Cartoons und Kritzeleien, die von den ebenso komischen wie traurigen, ironischen wie fantastischen Einfällen des Schriftstellers zeugen. Sie führen Gernhardts Talent als Maler und Schriftsteller, sein Gespür für den poetischen Einfall und seine Liebe zur Sprache vor Augen – ebenso wie seinen ironischen Umgang mit der eigenen Künstlerbiografie. In der Ausstellung wird eine Auswahl von 170 Heften aus dieser so intimen wie unbekannten Werkbiografie zu sehen sein.

49 Vitrinen bringen den Besuchern dieses private Oeuvre des Schriftstellers nahe. Wort und Bild sind nicht voneinander zu trennen: Lesend und schauend können die Besucher in den Heften, die das Deutsche Literaturarchiv Marbach gemeinsam mit Almut Gehebe-Gernhardt ausgewählt hat, die ersten Entwürfe bekannter Gedichte genauso entdecken wie die unbekannten Spuren von Gernhardts unaufhörlichem Versuch, die ästhetisch anrührenden Augenblicke des Lebens festzuhalten und die Logik der Sprache auf den Kopf zu stellen. Im Rundgang vom ersten bis zum letzten Heft, von 1978 bis zu seinem Tod 2006, werden Gernhardts Lebensthemen deutlich: die Suche nach Abglanz und Schatten der Ideen und Ideale; die Kraft, die Zeichen, Buchstaben und Striche haben, wenn sie, sparsam eingesetzt, eine ganze Welt aufs Papier bannen. Immer wieder beschreibt Gernhardt den Literaturbetrieb, berichtet von Lesereisen und Aufenthalten im toskanischen Montaio, widmet sich dem Sport und den Medien, reflektiert die Funktion der Kunst und des Witzes. In seinen Zeichnungen und Skizzen kehren die tote Natur, Tiere und Schatten, die Menschen seiner direkten Umgebung und das eigene Porträt, vor allem aber die eigene Hand, mmer wieder. Die Hefte dokumentieren so ein werkgewordenes Dichterleben und sind zugleich eine subjektive Chronik des bundesrepublikanischen Kulturbetriebs.

Brunnen-Hefte

 

Oskar Pastior-Stiftung gegründet

Nach der Stiftungsratssitzung vom 28. April 2008 geben die Mitglieder des Stiftungsrates Marianne Frisch, Herta Müller, Klaus Ramm, Dierk Rodewald, Ulf Stolterfoht, Christina Weiss und Ernest Wichner die Gründung der Oskar Pastior-Stiftung bekannt.
Oskar Pastior hatte testamentarisch diese Stiftung verfügt und die Stiftungsratsmitglieder benannt.
Die Stiftung vergibt den Oskar Pastior Preis. Ausgezeichnet werden Autoren, deren Werk in der Tradition der Wiener Gruppe, des Bielefelder Colloquiums Neue Poesie und von OULIPO (der Werkstatt für potentielle Literatur) steht.
Darüber hinaus kann die Stiftung die literarische und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser Literatur sowie dem Werk von Oskar Pastior fördern.
Der Preis soll alle zwei Jahre verliehen werden und ist mit einer Preissumme von 40.000,- € dotiert.
Der Sitz der Stiftung befindet sich im Literaturhaus Berlin.

 

LitCrit

Literaturkritik und literarische Öffentlichkeit im europäischen Vergleich. 2007-2009
Tagung und zweijähriges Literaturprojekt im Literaturhaus München
Konzept & Projektleitung: Verena Nolte


Der Kritiker hat in der literarischen Öffentlichkeit demokratischer Gesellschaften eine zentrale Rolle. Ohne seine das Werk charakterisierende, vermittelnde und kritisierende Stimme ist die Auseinandersetzung über Bücher und ihre Verankerung im kollektiven Bewusstsein nicht denkbar.
Der Austausch und die Vernetzung der Publizistik und Literaturkritik in Europa sind erstaunlicherweise gering. Das zu ändern hat sich das Projekt im Literaturhaus München zum Ziel gesetzt. In einer zweitägigen internationalen Konferenz werden führende Kritiker und Literaturjournalisten u. a. aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Russland, Schweden, Spanien, Tschechien, der Ukraine, Ungarn nd der Schweiz zusammengebracht. In Vorträgen und Debatten soll ein Überblick über die Traditionen, den aktuellen Stand und den Anspruch der Literaturkritik in Europa entstehen.
Während der zwei Konferenztage werden Literaturkritiker/innen aus dem internationalen europäischen Raum in Referaten die Lage und Zukunftsaussicht der Literaturkritik in ihrem Land darstellen. Eröffnet wird die Tagung mit einem Vortrag von Sigrid Löffler, langjährige Kritikerin des Literarischen Quartetts und heute Chefredakteurin von »Literaturen«. Helmut Böttiger, freier Literaturkritiker in Berlin, gibt danach einen kritischen Überblick über die deutschsprachige Literaturkritik.
Mit Unterstützung durch die Kulturstiftung des Bundes

www.litcrit.eu

 

HOMINES URBANI

Stipendienausschreibung für 2008. Villa Decius in Krakau (Polen)

Kultur ist die beste Plattform der Verständigung für die europäischen homines urbani. „Urbani” soll nicht einengend als „städtisch” verstanden werden, sondern als „gebildet und weltgewandt”, also auch weltoffen. Krakau, das sich als „Stadt der Dichter” etabliert hat, ist für diesen Dialog wie geschaffen. Die Villa Decius, ein Rennaissancepalais mit langen humanistischen Traditionen bietet locus amoenus, locus superior - einen idealen Ort für Begegnung und Gedankenaustausch an. Zweimal im Jahr, Frühjahr (immer vom 1. April bis zum 30. Juni) und Herbst (vom 1. September bis zum 30. November), werden in der Krakauer Villa Decius Schriftsteller, Literaturkritiker und Übersetzer zusammenkommen, um hier jeweils gemeinsam drei Monate zu verbringen. In dieser Zeit sollen sie ihre eigenen Themen frei aussuchen und bearbeiten, sie werden aber auch regelmäßige literarische Treffen (in Zusammenarbeit mit dem Team der Villa Decius und mit anderen Projektpartnern) initiieren. Dabei handelt es sich sowohl um eigene Lesungen als auch um Literaturtreffen mit Kritikern, Vertretern der Verlage, Journalisten, Studenten und sonstigen interessierten Personen.

Wie bewirbt man sich?
Eine Bewerbung mit Lebenslauf, Publikationsliste, Motivationsschreiben sowie einer Beschreibung des geplanten Projektes, welches in der Zeit des Aufenthaltes in Krakau realisiert werden soll, wird auf elektronischem Wege per e-mail bitte an folgende Adresse gesandt: renata@villa.org.pl

Einsendeschluss und Entscheid über die Stipendiumsvergabe:
Bis zum 20. Januar 2008 – dieser Termin betrifft Autoren und Kunstschaffende des deutschsprachigen Raumes.
Bis zum 15. Februar 2008 – dieser Termin betrifft Autoren aus Polen sowie den oben genannten Ländern Süd- und Osteuropas, ohne deutschsprachige Länder, für Aufenthalte im Zeitraum April bis Juni).
Bis zum 15. Mai 2008 – dieser Termin betrifft Autoren aus Polen sowie den oben genannten Ländern Süd- und Osteuropas, für Aufenthalte im Zeitraum September bis November).

Details

 

Literatur auf ARTE Mai 2008

ARTE - Der Medienpartner des literaturhaeuser.net - präsentiert:

Freitag, 2. Mai, 23.30 Uhr
Der Fluch der Hexe (GB 1968)
Horrorfilm nach einem Roman von H.P. Lovecraft mit Boris Karloff und Christopher Lee

Dienstag, 6. Mai, 21 Uhr
Manifeste des Hasses (Themenabend, ARTE France 2008)
Zwei Schriften voller Hass und Hetze sind „Mein Kampf“ und „Die Protokolle der Weisen von Zion“. Themenabend mit zwei Dokumentationen zur Rezeptionsgeschichte dieser Schriften und ihrer heutigen Nutzung für antisemitische und antiwestliche Propagandazwecke

Donnerstag, 8. Mai, 22.55 Uhr
Benny Lévy - Die unmögliche Revolution (Dokumentarfilm, ARTE France 2008)
Porträt des Anführers der französischen 68er-Bewegung und Privatsekretärs von Jean-Paul-Sartre

Sonntag, 11. Mai, 20.45 Uhr
Der englische Patient (USA/GB 1996)
Oscarprämiertes Liebesdrama basierend auf dem Roman des kanadischen Autors Michael Ondaatje

Sonntag, 18. Mai, 20.40 Uhr
Mitten im Leben - Ernest Hemingway (Themenabend, BR/ARTE)
Mit einer Dokumentation über die Familiengeschichte der Hemingways und der Verfilmung von "Wem die Stunde schlägt"

Donnerstag, 22. Mai, 14.55 Uhr
Gas-Oil (F 1955)
Fernfahrer-Krimi mit Jean Gabin nach Georges Bayles Roman „Du raisin dans le gas-oil“ und Klassiker des Film Noirs

Freitag, 30. Mai, 21 Uhr
Das Gelübde (Fernsehfilm, ARTE/WDR 2007)
Historisches Drama von Dominik Graf über den deutschen Schriftsteller Clemens Brentano, nach Kai Meyers gleichnamigen Roman von 1998

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