Veranstaltungstipps     Yakin Bakis – Einblicke  
 
Winterdämmerung
26.08.2008 Köln
SAISONERÖFFNUNG
28.08.2008 Leipzig
saisoneröffnung
01.09.2008 Hamburg
Frankfurter Verlegergespräche
02.09.2008 Frankfurt
Ursula Krechel: Shanghai fern von wo
03.09.2008 Berlin
5. STUTTGARTER LYRIKNACHT
05.09.2008 Stuttgart
Max Blaeulich & Andrea Grill
11.09.2008 Salzburg
Lesung mit Niccolò Ammaniti
17.09.2008 München

 

 

 

Zum dritten Mal organisieren literaturhaeuser.net und das Goethe-Institut gemeinsam mit dem Medienpartner ARTE ein Stadtschreiberprojekt.

Yakin Bakis – Einblicke: unter diesem Motto wird auch in diesem Jahr wieder ein bilaterales Literaturprojekt veranstaltet. Im Blickfeld befindet sich diesmal die Türkei, die 2008 Ehrengast der Frankfurter Buchmesse sein wird. Acht deutschsprachige und acht türkische Schriftsteller werden von März bis Oktober für jeweils vier Wochen als Stadtschreiber in die Gesellschaft des türkischen bzw. deutschen Gastlandes eintauchen. In Internet-Tagebüchern und in deutschsprachigen und türkischen Tageszeitungen werden die entsendeten Autoren über ihre Erlebnisse, Eindrücke und Erfahrungen schreiben.
Bereits 2004 fand das deutsch-arabische Stadtschreiber-Projekt Midad statt, 2006 das deutsch-indische Stadtschreiber-Projekt AKSHAR.

Auf der Leipziger Buchmesse wurde das deutsch-türkische Stadtschreiberprojekt 2008 auf dem ARTE Stand vorgestellt.
Videostream zur Veranstaltung am 16.3. auf www.arte.tv.

Zur Yakin Bakis-Website
1. Pressemitteilung als pdf
2. Pressemitteilung als pdf
Pressemitteilung türkisch als pdf

 

Deutsch-Italienischer Übersetzerpreis 2008

Das Auswärtige Amt und der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) loben den deutsch-italienischen Preis für literarische Übersetzung aus, verbunden mit dem Ziel, kontinuierlich den geistigen und kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Italien zu fördern. Als Vermittler zwischen den Kulturen spielen Literaturübersetzer eine maßgebliche Rolle.

Im jährlichen Wechsel wird eine herausragende Übersetzung vom Italienischen ins Deutsche sowie vom Deutschen ins Italienische ausgezeichnet. Die Mindestlaufzeit des Preises beträgt 6 Jahre.

Der Preis wurde erstmals am 21. Februar 2008 für eine italienische Übersetzung eines deutschen literarischen Werks in Rom verliehen. Die zweite Preisverleihung, bei der erstmals die Übersetzung eines italienischen literarischen Werks ins Deutsche prämiert wird, findet voraussichtlich im Februar 2009 in Berlin statt. Die Verleihung liegt in den Händen des BKM.

Die Preissumme für die beste Übersetzung beträgt 7.500 €.

Bedingungen 2008
Für den Preiswettbewerb sind durch einen Verlag veröffentlichte Übersetzungen aus dem Italienischen ins Deutsche berechtigt, die
-in den Jahren 2007 oder 2008 in Deutschland erschienen sind bzw. noch erscheinen
-der Kategorie Belletristik angehören.
Bewertet und ausgezeichnet wird ausschließlich die Qualität der Übersetzung.

Bewerbungen können ab sofort bis zum 31. August 2008 eingereicht werden. Die Wettbewerbsbeiträge sind in 8-facher Ausführung an die folgende Anschrift zu senden:

Frau Sigrid Helsing, c/o Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien, K 21 , Graurheindorfer Straße 198, 53117 Bonn. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte per Mail an Sigrid.Helsing@bkm.bmi.bund.de.

Übersetzungen, die erst im Herbstprogramm erscheinen, können bis zum 31. Oktober 2008 nachgereicht werden.

Weitere Informationen

 

Gaby Waldek »literatur im gang«

Ausstellung vom 1.7. bis 30.9.2008 im Haus des Buches/Literaturhaus Leipzig

Unter dem Titel »literatur im gang« werden im Haus des Buches/Literaturhaus Leipzig noch bis zum 30. September Autorenporträts von Gaby Waldek gezeigt. Die Leipziger Fotografin arbeitet für verschiedene Medien, u.a. seit vielen Jahren für das Börsenblatt. Die Ausstellung versammelt die interessantesten Porträts aus den Jahren 2003 bis 2008 und gibt damit auch einen Rückblick auf die Veranstaltungshighlights der letzten fünf Jahre im Literaturhaus Leipzig.

Weitere Informationen

Clemens Meyer, Anna Enquist, Tobias Hülswitt und Bora Cosic 2006

 

Willy Puchner „Illustriertes Fernweh”

Ausstellung des Literaturhauses Salzburg vom 18. September bis 13. November 2008

Willy Puchner ist ein Buchhalter der Fantasie. Obwohl er in vielen Ländern, auf allen Kontinenten unterwegs war, weiß er nur zu gut, dass die wahren Reisen im Kopf stattfinden – in der Vorfreude und in der Erinnerung. So schafft er sich in den Materialbüchern seine ganz eigene Welt. Sie sind, wie er sagt, seine „Wohnung auf Reisen”. „In meinen Materialbüchern und Reisenotizen wird die Welt zu einer Sammlung persönlicher Fundstücke, eine Art Patchwork, das sich in Texten, Zitaten, Fundstücken und Bildern darstellt.”

Akribisch notiert Puchner, was ihm angesichts des Fremden auf – und einfällt, er zeichnet, malt, fotografiert und collagiert, sieht jeden Ort neu, mit den staunenden Augen eines Kindes. Und wir, die Betrachter, folgen ihm auf seinen Reisen rund um die Welt: nach Indien und New York, nach Japan und Venedig, ans Meer und in die Wüste. Seine fantastisch-bunten Collagen aus Pflanzen-, Tier- und Menschenbildern, aus Eintrittskarten, Stempeln und Briefmarken, aus Fetzen von Poesie und akribisch notierten Informationen lassen die Zeit wieder auferstehen, als wir noch zu staunen wussten und uns täglich alles neu erschien. Willy Puchner zeigt uns einen Weg aus der Trostlosigkeit des durchorganisierten, berechenbaren Reisens. Seine Materialbücher sind mehr als ungewöhnliche Reiseführer: Es sind subtile kleine Kunstwerke, deren Betrachtung zu keinem Ende kommt.

Weitere Informationen

© Willy Puchner

 

Manès Sperber. Ketzer, Renegat, Humanist

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Wien im Literaturhaus Berlin. In Zusammenarbeit mit den Jüdischen Kulturtagen 2008. 16. September - 19. Oktober 2008

Wie nur wenige andere hat Manès Sperber (1905-1984), der von 1927 bis zu seiner Verhaftung 1933 in Berlin lebte, die Visionen und Katastrophen des 20. Jahrhunderts durchlebt und beschrieben - als ein "treuer Ketzer", dessen chassidische Erziehung in Ostgalizien ihn mit messianischer Hoffnung auf eine menschenwürdige Welt ausstattete und so den großen Verheißungen der Zeit nahebrachte: der Psychologie und der kommunistischen Ideologie. Doch Sperbers Drang sich einzumischen, dem jedwede Art von Heilsgewißheit fremd blieb, führte nicht nur zur Distanzierung von Alfred Adlers Individualpsychologie, sondern zum unvermeidbaren Bruch mit der marxistischen Partei, den er 1937 mit der "Analyse der Tyrannis" verarbeitete - lange bevor 1951 Hannah Arendts berühmte Totalitarismus-Studie erschien. Noch in seinem Jahrhundertroman "Wie eine Träne im Ozean" (1955) und in seinem Lebensbericht "All das Vergangene" (1977) bewahrte Sperber, der lebenslange Exilant, dem nach 1945 Paris zur Heimat wurde, denjenigen die Treue, die angesichts von Demagogie und Terror aus Gewissensgründen handeln, aber zugleich als Skeptiker scheitern mußten. Und so blieb er, auf seine Weise, auch dem Staat Israel treu, den er, trotz prinzipieller Zweifel, vielmals und mit Bewunderung für die Gründergeneration besuchte. 1975 erhielt Sperber den Georg Büchner-Preis und 1983 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, wo es bei der Verlesung von Sperbers Dankesrede zum Eklat kam. Heute, im 60. Jahr des Staates Israel und beinahe 20 Jahre nach dem Ende der osteuropäischen Diktaturen und der Vereinigung der beiden deutschen Staaten, heute sind es nicht nur die postkommunistischen Sympathien - es sind die alten, aber neu zu stellenden Fragen nach lebenswerten Verhältnissen und den dafür notwendigen demokratischen Strukturen, die eine Auseinandersetzung mit Manès Sperber spannend machen.

Weitere Informationen

Manès Sperber beim „Kongreß für kulturelle Freiheit“ in Mailand, 1955. © Jüdisches Museum Wien

 

Isolde Ohlbaum. Bilder des literarischen Lebens

Eine Ausstellung des Literaturhauses München in Zusammenarbeit mit dem Schirmer/Mosel Verlag. 24.9. bis 9.11.2008

Es gibt kaum einen Dichter, Denker oder Gelehrten, den die Münchner Photographin Isolde Ohlbaum nicht photographiert hätte, sie begleitet und dokumentiert das internationale literarische Leben kontinuierlich. Ihr untrügliches Gespür für die Porträtierten und für den »Ort des Geschehens« zeichnen ihre Arbeiten aus. So machen sowohl die ästhetische Dimension ihrer Bilder als auch der Umfang ihres Bildarchivs Isolde Ohlbaum zu einer der wichtigsten Beobachterinnen der künstlerischen und literarischen Szene.
Für unsere Ausstellung haben wir zusammen mit der Photographin 120 Bilder ausgewählt. Die Photos zeigen Größen der Literatur und Autoren der jüngeren Generation, Nobelpreisträger und natürlich auch zahlreiche Münchner Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Dabei sind Elias Canetti, Ilse Aichinger und Peter Handke, Friedrich Ani, Julia Franck und Kenzaburo Ôe, Elfriede Jelinek, Umberto Eco, Ernst Jünger, Siri Hustvedt, Michael Krüger, Doris Lessing, Michael Lentz und viele andere mehr. Die Ausstellung ist eine Bildenzyklopädie des internationalen Geisteslebens und zugleich die Werkschau einer der spannendsten zeitgenössischen Photokünstlerinnen.

Weitere Informationen

Uwe Timm, Herrsching 1991 © Isolde Ohlbaum

 

Internationales Krimifestival Hamburg

Vom 2. bis 9. November 2008 zum zweiten Mal vom Hamburger Abendblatt, der Buchhandlung Heymann und dem Literaturhaus Hamburg organisiert

In diesem Jahr holen die Organisatoren für die 25 Veranstaltungen – 10 mehr als im vergangenen Jahr – die „Crème de la Crème” der internationalen und nationalen Kriminalliteratur an 21 Spielorte der Hansestadt.

Die Schwedin Liza Marklund eröffnet in diesem Jahr das Festival, danach geben sich internationale Autoren wie u. a. James Sallis, Håkan Nesser, Richard Stark, Anne Holt, Unni Lindell, Deon Meyer und Simon Beckett die Klinke in die Hand. Die deutschsprachigen Krimiautorinnen und -autoren sind ebenfalls prominent vertreten, u. a. mit Ulrich Wickert, Friedrich Ani, Carmen Korn, Frank Göhre, Petra Oelker, Robert Brack und Friedrich Dönhoff.

Das detaillierte Programm finden Sie ab 1. September unter www.krimifestival-hamburg.de.

 

Literatur auf ARTE August 2008

ARTE - Der Medienpartner des literaturhaeuser.net - präsentiert:

Mittwoch, 13.8., 22.45 Uhr
Das schlafwandelnde Land (ARTE/ZDF 2002)
Film über den Bürgerkrieg in Mosambik nach dem Roman des mosambikanischen Schriftstellers Mia Couto.

Donnerstag, 14.8., 23.45 Uhr
Es war einmal in Afrika (ARTE/ ZDF 2004)
Politisches Drama über den Kolonialkrieg in Mosambik, basierend auf Geschichten der portugiesischen Schriftstellerin Lídia Jorge.

Freitag, 15.8., 23.50 Uhr
Pepe Carvalho - Der Preis (ARTE France 2004)
Krimi um dem exzentrischen Privatdetektiv aus Barcelona, berühmteste Romanfigur von Manuel Vázquez Montalbán.

Mittwoch, 20.8, 22.45 Uhr
Dunkle Schatten (USA 1999)
Geschichte über Liebe und Einsamkeit im Großstadtkosmos New York, angelehnt an Fjodor Dostojewskis Novelle "Die Sanfte".

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